"... Beim Arbeiten lasse ich meinen Empfindungen "freien Lauf". Mein Arbeiten ist sozusagen eine Kanalisierung meiner Phantasie. Das zu Sagende, und das wie es gesagt wird, sind untrennbar miteinander verbunden. So entsteht eine Symbiose aus Form und Inhalt. ..."

"... Natürlich habe ich mich mit vielen künstlerischen Inhalten und Positionen auseinandergesetzt, habe an- und zugeschaut, zugehört und reflektiert. Meine Autonomie, die sich in diesem Lernprozeß entwickelt hat und weiter entwicket wird, resultiert daraus, daß ich auf Grund eigener Feststellungen, sowie manchmal intuitivem Handeln, mich nun in einem künstlerischen Bereich befinde, der meiner eigenen Verantwortung unterliegt. ..."

"... Eine künstlerische Aussage kann sich, meines Erachtens, nur als Erfahrung konstituieren; und das ist auch eine Frage nach der Art und Weise des Lebens. Und richtig zu Leben ist schwierig, denn es fordert jeden Tag einen Schritt weiterzugehen. Die eigenen Grenzen zu erfahren reicht mir nicht, sondern ich versuche mit jedem Werk das entscheidende Stück darüber hinauszugelangen. ..."

"... In der Möglichkeit, herrschende Auffassungen für mich abzulehnen, habe ich die Fähigkeit gewonnen, mich und meine künstlerische Position zu begreifen und immer wieder neu zu finden. Beides ist nicht voneinander zu trennen. Die künstlerische Arbeit ist in mein Dasein eingebettet und trennt nicht zwischen theoretischen Positionen und meinem Leben. Das ist es was letztendlich meine kompromißlose Stellung zur Kunst bestimmt. Ich lasse meine Erfahrungen und Emotionen sichtbar werden, die sich als Spuren im Werk manifestieren. ..."

"... Ich habe mein Sujet entwickelt, indem ich solange an einem Werk gearbeitet habe, bis es "merk-würdig" geworden ist. Würdig zu merken. Solange in einem Werk die "Merk-Würdigkeit" nicht erfahrbar wird, ist dieses noch nicht fertig, oder überflüssig. So lange wie möglich versuche ich das Werk in einer "offenen Situation" zu halten. Deswegen ist jedes einzelne Werk nach Möglichkeit auch so etwas wie eine Art "Rätsel", sozusagen eine Position mit Fragezeichen. Eine Frage nach; was ist eine Quelle, Baum, Stein, usw.? ..."

"... Ich präge das Werk mit meinen Händen, forme es durch meine Intuition, entwickle es durch meine Beobachtung. Ich lasse es in Anwesenheit meines Geistes geschehen. ..."

"... Ich weis nie, wie das Werk sein wird, wenn ich es beginne. Das Motiv, die Form, die Erscheinung ist nichts geistig Vorgefertigtes oder bloßes Abbild. Das Werk hat seine eigene Existenz und verweist durch sich auf anderes. Bringt der Betrachter die Bereitschaft mit durch die Erfahrung des Bildes seinen Blick lenken zu lassen, können sich ihm Umwelt und Gegenwart neu erschließen. ..."

"... Für mich ist Malen ein innerer Ausbruch, indem ich mich meinem Innersten zuwende. Dabei werden Kräfte und Energien frei, die ich auf das Werk leite. Es entsteht ein Prozeß der ständigen Abwechslung von malerischer Aktion und Reaktion. Dadurch unterliegt die Entstehung meiner Werke selbst einem metamorphotischen Prozeß. Mein Arbeitsprozeß ist ein organisches Wachsen. ..."

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