"... Den intuitiven
Entwurf meines Lebens verstehe ich als Schöpfung.
Das Erleben und Erfahren meines Selbst und meiner Natur greifen
hierbei ineinander. ..."
"...
Kunst ist in unserer Zeit weder ein Handwerk unter anderen,
noch in eine religiöse Funktion eingebunden. Es ist schon eine elitäre,
autonome Beschäftigung geworden. Dadurch erhält die Kunst aber
auch ihre Freiheit, Schöpferisches auf den Weg zu bringen.
Meine Auffassung des Lebens bedeutet, das Dasein als Aufgabe zu
verstehen und durch mein persönliches schöpferisches Potential
dieses zu gestalten. Indem ich in meinen Werken den
augenblicklichen Zustand meiner Existenz durch Empfindungen
und Eindrücke festhalte, sind meine Werke erfahrbar.
An dieser Stelle kommt für mich der Begriff der Wahrheit,
oder Wahrhaftigkeit meiner Kunst auf. ..."
"...
Ich kann immer den Anlaß benennen, der mich zum Malen
brachte, der dem Werk als Quelle zugrundeliegt und im Titel einen
Verweis findet. Aber weil ich darauf bestehe, das Wesenhafte
darzustellen, entspricht mein bildnerisches Werk nicht dem
oberflächlich Wiedererkennbarem. Ich mache keine Abbilder.
Jede Farbe, jeder Strich, jede Form muß durch sich selbst
gedeutet werden. Es muß Zeit und Raum zum Wirken erhalten,
sodaß die Anschauung reifen kann. ..."
"...
Die Bildfläche ist wie eine Haut; die sensitive Grenze zum
Organismus. So wie Lebendiges aus der Erde wächst, so entsteht
das Werk durch die Oberfläche. Verletzungen werden ebenso
unmittelbar sichtbar, wie Makellosigkeit aufscheint. Die "Bildhaut"
verhält sich zur bildnerischen Energie, wie die Erdkruste
zu dem von ihr umhüllten, flüssigen Magma. Dadurch daß diese
glühende Flüssigkeit im Erdinnern an der Oberfläche der
Erdkruste zu Konfiguration erstarrt, beschreibt diese Oberfläche
die Eigenschaften des Innern. Mit einem Bild ist dieses Verhältnis
vergleichbar insofern das flüssige Magma analog zur geistigen Kraft
des Werkes zu verstehen ist. ..."
"...
Während ich mich intensiv mit den Erdstrukturen beschäftigte ist
mir deutlich geworden, daß sich in diesen Konfigurationen die
Energieformen der vier Elemente; Erde, Luft, Feuer, Wasser zeigen.
Diese Kräfte weisen je nach ihren Anteilen eine andere Charakteristik
auf. In einem Baum z.B. übertragen sich die elmentaren Kräfte ins
Sichtbare. In meiner Darstellung dieser Kräfte verwende ich die
Wirkung der Farbe nach ihrer eigenen Charakteristika um ein
Äquivalent zur Natur zu schaffen. Das kann eine Farbe sein,
die nicht die oberflächliche Erscheinung des Gegenstandes
beschreibt, sondern dessen Aura widerspiegelt. ..."
"...
Schön und häßlich sind bloße Vorstellungen des Menschen, in
Wahrheit ist die Natur Eins, der Einzigartigkeit ihres Wesens in ihren
jeweiligen Erscheinungsformen entsprechend. Nach diesem Kriterium
entstehen meine Arbeiten; und nicht nach einer ästhetischen
Idealisierung. ..."
"...
In Wirklichkeit ist das, was man Realität nennt, nur eine
Konstruktion. Diese Barriere, die der Mensch aus einer alltäglichen>
Notwendigkeit entwirft, gilt es zu überwinden. Betrachtungen,
die eine wahre Relevanz aufweisen, können nur
ganzheitlich sein. ..."
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