ZWISCHEN
FREUDE UND EINSAMKEIT
Irland
und der Toskana gilt die Liebe von Frank Czaplinski.
In Irland sucht er die Einsamkeit, in der er die Fragen des Lebens
stellen kann, mit der Toskana verbindet er Genuß und Freude.
Beides findet sich wieder in der Malerei, die der Düsseldorfer
Künstler im Kunsthaus Pinx ausstellt.
Von
der Landschaft selbst bleiben für den Betrachter nur Spuren.
Eher lassen sich schon Naturerlebnisse nachvollziehen - Dynamik
und Kraft strahlen seine meisten Bilder aus. Wirbel und Strudel
ziehen die Blicke auf sich.
"Räumlichkeit
der lichten Gedämpftheit" - dieser Begriff verrät
etwas von den Erfahrungen, die Czaplinski unter Wasser machte.
Durch das Tauchen vermittelt sich ihm neue Räume.
Um die geht es ihm auch in seinen Bildern, inhaltlich und formal.
Auf dem Weg weg von der rechteckigen Begrenztheit wählte der
Düsseldorfer erst Äste als Rahmen für seine Bilder, inzwischen
hat er die Freskotechnik für sich entdeckt. Seine Objekte, die auf
dem Boden liegen oder an der Wand hängen, versteht er deshalb
weiter als Malerei.
Titel
wie "Fisch" oder "Ikone" geben dem Betrachter einen
möglichen Einstieg für eigene Assoziationen. Zeit soll man sich
lassen, das wünscht sich Frank Czaplinski vom Betrachter und spricht
von einem Andachtsverhältnis.
Czaplinski,
der seit 1985 an der Kunstakademie Düsseldorf studiert
und im letzten Jahr zum Meisterschüler ernannt wurde, zeigt
außerdem Kunststofftiefdrucke.
Frank
Czaplinski in seiner Ausstellung im Kunsthaus Pinx, die ein
sehr geschlossenes Bild vermittelt. Der ehemalige Student der
Ruhruniversität war 1987 zuletzt in einer Einzelausstellung vertreten.
Ronny von Wangenheim
anläßlich
der Ausstellung im Kunsthaus Pinx Bochum am 18.03.1992