In
den hängenden oder liegenden Fresko-Objekten greift
Frank Czaplinski zwar auf die alte Fresko-Technik zurück,
geht aber einen Schritt weiter.
Er verwandelt die Wand-Malerei in eine 'Raum-Malerei'.
In
seinen neuen Arbeiten wird nunmehr das Licht zum
wesentlichen Bestandteil des Bildes. Das Licht ist ebenso
Ausdrucksträger wie Farbe und Form.
Als Relief treten die Bildmotive aus dem Hintergrund heraus
und vermitteln eindrucksvoll räumliche Tiefe.
Die Glasmalerei oder vielmehr 'Lichtmalerei' ist hier auf
harmonische Weise mit der Fresko-Technik verbunden.
Die hängenden Arbeiten Feuer I (1998) und Feuer II (1998)
thematisieren das Feuer als Element des Ursprungs,
als Energie des Geistes.
Weg
von der rechteckigen Begrenztheit der Leinwand wählt
Frank Czaplinski ungewöhnliche Bildformate.
In Mana (1994) benutzt er Äste als Keilrahmen, die sich von hinten
durch die Leinwand drücken. Diese Technik verleiht dem Bild
objekthafte Züge und konzipiert die Idee von Raum auf neue Weise.
Frank Czaplinski ist offen in seinen Ambitionen. Sein Werk umfaßt
viele künstlerische Techniken. Er gibt sich nicht mit Bestehendem
zufrieden. Auf der Suche nach Neuem, Unbekanntem geht er davon
aus, daß letztlich alles möglich ist.
Simone Schmucker M.A.
(Kunsthistorikerin)
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